Termin für Bürgermeisterwahl in Flörsheim noch unklar

FLÖRSHEIM – (etz). Es hätte eine hitzige Diskussion werden können. Worte wie „Scheinheiligkeit“, Wählertäuschung“, „Selbst nicht besser“ und ähnliche Verbalinjurien hätten sich trefflich in der Auseinandersetzung gemacht, die geeignet gewesen wäre, zu zeigen, dass Weihnachtsfriede in Wahlkampfzeiten ein noch relativerer Begriff als sonst ist. Nur: Die Diskussion fand nicht statt. Die Mehrheit von SPD und Galf setzte den CDU-Antrag, der für so viel Tumult hätte sorgen können, am Dienstag kurzerhand von der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung ab. Begründung aus Sicht der SPD: erstens unzulässig, zweitens zu spät eingegangen. Replik der CDU: Die Koalition versteckt sich hinter Formalien vor einer sachlichen Diskussion.

Was hatte die CDU nun beantragt? Nicht weniger als die Festlegung der Bürgermeisterwahl auf den 22. Mai 2016. Dies sei nötig, so die Christdemokraten, weil Bürgermeister Antenbrink (SPD) ja als Spitzenkandidat die Kommunalwahlliste der Sozialdemokraten anführe. Meine er das ernst, müsse er sein Amt als Bürgermeister aufgeben, um seinen Sitz in der Stadtverordnetenversammlung wahrnehmen zu können. Denn beides zusammen verbietet die hessische Gemeindeordnung. Mit ihrem Antrag wolle die CDU die Zeit ohne Bürgermeister so kurz wie möglich halten.

Diskutiert wurde über den Antrag nun nicht. Für diesen Abend war der Wahlkampf schlichtweg von der Tagesordnung genommen.

Quelle: (Main-Spitze) zum Artikel