Gerd Mehler fordert Initiative „Weilbach wehrt sich“ zu mehr Sachlichkeit auf

04.01.2012 – FLÖRSHEIM

(red). Der scheidende SPD-Fraktionschef Gerd Mehler hat jetzt in einer seiner letzten Erklärungen für die Fraktion die Initiative „Weilbach wehrt sich“ zu „mehr Sachlichkeit“ aufgefordert. „Die jüngsten Aktionen und Attacken der Iniative sind maßlos und in der Sache nicht hilfreich. Für eine Lösung der Probleme ist Gemeinsamkeit und nicht Polarisierung erforderlich“, stellt Mehler fest.

Es sei klar gewesen, dass sich bei einem Scheitern der Pläne für die große Umgehungsstraße im zweiten Bürgerentscheid die Situation in Weilbach weiter zuspitzen würde. Emotionen und Verbitterung bei den Betroffenen seien nur allzu verständlich. Das Ergebnis des Bürgerentscheides müsse von allen respektiert werden.

Es gelte jetzt, mit vielen kleinen Schritten und der angestrebten kleinen Ortsumfahrung die Verkehrssituation so weit wie möglich zu lindern. Zu den erforderlichen Maßnahmen gehöre, den Verkehr in Weilbach auch für die Fußgänger sicherer zu machen und den Verkehrsstrom in den Weilbacher Ortskern zu drosseln. Dazu sei die geplante Ampelanlage am Ortseingang aus Richtung Wicker unerlässlich. Wieso die Initiative die Ampel als Maßnahme für mehr Lkw-Verkehr ansieht, bleibe ihr Geheimnis. Denn gerade jetzt und ohne Ampel könnten die Laster wegen des geringeren nächtlichen Verkehrsaufkommens schnell durch den Ort fahren.

Genauso unverständlich sind für Gerd Mehler die Unterstellungen der Initiative zum angestrebten zweiten Bauabschnitt der Ortsumfahrung. Die Aufteilung in zwei Abschnitte diene allein der Beschleunigung der Maßnahme. Während für den ersten Abschnitt alle wesentlichen Unterlagen vorhanden seien, fehlten diese für den zweiten Abschnitt vollkommen. Es gebe keine Trasse, keine Planungen zu Kreuzungsbauwerken und Kurvenradien, keine Umweltgutachten und auch keinen Grunderwerb. Wegen der Nähe zur angrenzenden Siedlung müsse zudem mit größeren Diskussionen mit den Anwohnern gerechnet werden. Vor diesem Hintergrund müsse der erste Bauabschnitt vorgezogen werden, wenn man den Weilbachern schnell helfen wolle.

Verärgert reagiert Mehler auf die parteipolitische Ausrichtung der Initiative. Es sei mehr als verwunderlich, dass CDU und FDP gelobt würden, obwohl die von ihnen geführten Regierungen auf Bundes- und Landesebene eine Beteiligung an der Realisierung der Weilbacher Ortsumfahrung ablehnten. Es müsse sogar davon ausgegangen werden, dass auch nach einem Bau der Ortsumfahrung die Ortsdurchfahrten weiter als Bundesstraßen eingestuft blieben. Im Gegenzug würden SPD, Galf und DFB, insbesondere aber der Bürgermeister, heftig kritisiert, obwohl sie bereit seien, trotz der schwierigen städtischen Haushaltslage die Weilbacher Ortumfahrung aus dem Stadtsäckel zu bezahlen.

Quelle (Main-Spitze) zum Artikel