Bebauungsplan für kleine Umgehung beschlossen

Das könnte der Anfang für eine komplette Umfahrung von Weilbach sein

Durch die Umfahrung des Ortskernes soll der Schwerlastverkehr von und zu dem Gewerbegebiet Industriestraße ferngehalten werden.

Flörsheim.Trotz des Riesenärgers bei manchen Weilbachern über den geplanten

Der Verkehr aus der Industriestraße soll nicht mehr durch den Ort brummen, so der Wunsch vieler Weilbacher. Foto: Nietner

Der Verkehr aus der Industriestraße soll nicht mehr durch den Ort brummen, so der Wunsch vieler Weilbacher. Foto: Nietner

Umbau der Einmündung Rüsselsheimer- und Mainzer Straße ist es ein gutes Jahr 2011 für die Bewohner des Stadtteils gewesen. Warum? Weil die Stadtverordneten auf ihrer letzten Sitzung im Dezember 2011 einmütig den Bebauungsplan für die „kleine Umgehung Weilbach“ beschlossen haben.

Zwar kann damit „nur“ der erste Abschnitt der Umgehungsstraßenlösung in Angriff genommen werden. Doch das könnte der Anfang für eine komplette Umfahrung des Stadtteils bedeuten. Da sind zwei kleine Schritte nacheinander wohl besser als ein verhinderter Schritt, wie durch die beiden Bürgerentscheide gegen die Umgehungsstraßen B 40 (neu)/ B 519 (neu) geschehen. Deshalb bedurfte es unter den Stadtverordneten auch keiner erneuten Diskussion über die „kleine Umgehung Weilbach“.

Laut dem beschlossenen Bebauungsplan soll damit eine Verbindungsstraße für Weilbach, zwischen der Frankfurter Straße (L 32 65) sowie der Raunheimer Straße (L 3366) im Osten des Stadtteils, errichtet werden. In der Begründung der Vorlage für den Beschluss heißt es wörtlich: „Durch den diesjährigen Bürgerentscheid ist von den Flörsheimer Bürgerinnen und Bürgern die Umgehungsstraße B 40/B 519 von Flörsheim bis Weilbach abgelehnt worden. Als Ergebnis der Beratungen des Ortsbeirates für den Ortsbezirk Flörsheim-Weilbach und der Verkehrskommission steht die Umsetzung der sogenannten ,kleinen Umgehung’ von der Landesstraße 3366 (Raunheimer Straße) zur L 3265 (Frankfurter Straße) im Stadtteil Weilbach. Insbesondere soll durch die Umfahrung des Weilbacher Ortskernes der Schwerlastverkehr von und zum Gewerbegebiet Industriestraße ferngehalten werden.“

ASV-Plan als Basis 

Die Trassenführung liege im „linienbestimmten Korridor der ,großen Umgehungsstraße’ und basiert weitestgehend auf den Planungen des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen“ (ASV), heißt es in der Begründung der Beschlussvorlage abschließend.

Zwei Dinge sind noch bei dem folgenden Verfahren für den Bebauungsplan zu beachten. Zum einen wurde der Magistrat von den Stadtverordneten ermächtigt, bei der konkreten Planung für „sinnvoll“ erachtete Abweichungen einzuarbeiten und dem Stadtparlament dann noch einmal einen geänderten Bebauungsplan-Bereich vorzulegen.

Einwendungen möglich 

Zum anderen werden die sogenannten Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange über den Bauplan informiert. Diese Ämter und Institutionen müssen ihre Stellungnahmen abgeben. Außerdem können alle von den Planungen betroffenen Personen sich zum Vorhaben äußern. Was dabei herauskommt, ist unklar. Spannend ist auf jeden Fall, welche Einwendungen abgegeben werden. (meh)

Quelle: (Höchster Kreisblatt) zum Artikel