Problem(chen) am Straßenrand

Im Flörsheimer Stadtteil Weilbach gibt es viele Protestbanner und -schilder. Manche Zeitgenossen stört dies.

Diese Protestschilder sind in ungarischer Sprache verfasst. Foto: Hans Nietner

Diese Protestschilder sind in ungarischer Sprache verfasst. Foto: Hans Nietner

Weilbach. 

Zugegeben: An einigen Stellen im Main-Taunus-Kreis gibt immer noch Schilderwälder, die für den Verkehrsfluss eher gefährlich sind, lenken sie doch die Aufmerksamkeit der Fahrer vom Geschehen auf der Straße ab. Und es gibt Leser, die sich über manche Schilder nicht nur wundern, sondern auch ärgern. In einem Fall wird sogar von Diskriminierung von ausländischen Lkw-Fahrern gesprochen. Jedenfalls ist dies die Meinung eines Autofahrers, der fast täglich durch Weilbach fährt. Der Grund für die Kritik des Mannes ist einfach erklärt: In der Hofheimer Straße sind an mehreren Häusern Protestschilder angebracht, die in ungarischer Schrift sinngemäß den Lkw-Fahrern nahe legen, nicht durch Weilbach zu fahren (siehe kleines Foto). Ein Anrufer erklärte der Redaktion, fast schon etwas geheimnisvoll, dass diese Sache bereits „den Kreisbehörden“ bekannt sei. Doch Landrat Michael Cyriax (CDU) könne nichts unternehmen – und der Flörsheimer Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) auch nicht. Mit dem Rathauschef habe er schon über die Schilder-Problematik gesprochen. Auch der Bürgermeister habe ihm erklärt, dass der Stadt in dieser Angelegenheit die Hände gebunden seien, weil die Schilder an Privatgebäuden angebracht seien.

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„Uns geht es um Transparenz“

Wie immer, wenn ein Projekt sehnlichst herbeigewünscht wird, gibt es verschiedene Sichtweisen. So auch bei der kleinen Ortsumfahrung Weilbach. Der Termin für den Baubeginn ist ein Knackpunkt.

Auf der Bürgerversammlung in der Stadthalle war auf einem Plan der Verlauf der kleinen Ortsumgehung Weilbach zu sehen. Foto: Hans Nietner

Auf der Bürgerversammlung in der Stadthalle war auf einem Plan der Verlauf der kleinen Ortsumgehung Weilbach zu sehen.

Weilbach. 

Die Initiative „Weilbach wehrt sich“ (WWS), die sich für den Bau einer Umgehungsstraße engagiert, begrüßt den auf einer Bürgerversammlung vorgestellten Plan für den ersten Bauabschnitt der Weilbacher Ortsumfahrung, der voraussichtlich im August öffentlich ausgelegt wird. Die Mitglieder der Initiative hoffen, dass alle Betroffenen, die sich zu dem Plan äußern können, damit einverstanden sind. Denn dann könne mit dem Bau des ersten Abschnitts im Jahr 2016 begonnen werden kann, „wie Bürgermeister Antenbrink es in Aussicht stellte“, heißt es in einer vom Zweiten WWS-Vorsitzenden Werner Siebel unterzeichneten Erklärung. Doch bei dieser Datumsnennung tun sich anscheinend schon die ersten Missverständnisse auf. In einer aktuellen Antwort des Magistrats auf eine Anfrage der Freien Bürger zu der kleinen Ortsumfahrung heißt es unter anderem zur Zeitschiene des Projekts: „Das Baurecht für den ersten Abschnitt der Maßnahme dürfte nicht vor Mitte 2016 vorliegen.“ Zudem war bei Diskussionen der Stadtverordneten mehrfach darüber gesprochen worden, dass ein Baubeginn für den ersten Abschnitt der kleinen Ortsumfahrung für das Jahr 2019 als realistisch gilt.

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Neue Brücke über den Weilbach

Weilbach. 

Die Stadt Flörsheim lässt eine Feldwegbrücke über den Weilbach, nordwestlich der Ortslage in der Nähe des Vogelschutzgebietes gelegen, ab der kommenden Woche neu errichten. Die Schäden an dem vorhandenen Bauwerk seien so groß, dass eine Sanierung nicht wirtschaftlich gewesen wäre, teilt der Magistrat mit. Während der Bauarbeiten, die voraussichtlich bis November andauern, ist die Brücke nicht passierbar. Der Bach kann nur in der Ortslage Weilbach überquert werden. Die Brücke sei vor allem für die örtliche Landwirtschaft, aber auch für Naherholungssuchende wichtig. Deswegen habe der Austausch des maroden Bauwerks für die Stadtverwaltung Priorität.Die Arbeiten führt eine Fachfirma aus Limburg durch. Die Kosten betragen laut Verwaltung rund 173 000 Euro. (meh)

Quelle: (Höchster Kreisblatt) zum Artikel

Zeuge vertreibt Autoknacker

Weilbach. 

Ein Autoknacker hat in der Haydnstraße sein Unwesen getrieben. Am Dienstagmorgen, gegen 3.44 Uhr, zerstörte der Täter die Seitenscheibe eines schwarzen Audi A 4, der auf der Haydnstraße geparkt war. Aus dem Fahrzeug stahl er Tankkarten sowie den Fahrzeugschein. Dabei wurde er von einem Zeugen beobachtet. Als dieser den Mann ansprach, flüchtete er. Der Sachschaden an dem Pkw beträgt laut Polizei 400 Euro. Der flüchtige Täter, ein junger Mann, war er mit einem hellgrauen Kapuzenoberteil sowie einer dunklen Hose bekleidet. Zeugen werden gebeten, sich bei der Kripo in Hofheim, Telefon (0 61 92) 2 07 9-0, zu melden. (meh)

Quelle: (Höchster Kreisblatt) zum Artikel

Umgehungsstraße Weilbach – Manchen geht es nicht schnell genug

Der Bauausschuss und der Ortsbeirat Weilbach haben keine Einwände gegen den Entwurf für den ersten Bauabschnitt der Kleinen Umgehung Weilbach. Einstimmig sprachen sich beide Gremien dafür aus, eine öffentliche Auslegung der Pläne einzuleiten.

Mitglieder des Vereins »Weilbach wehrt sich« stellten sich vor der gemeinsamen Sitzung des Weilbacher Ortsbeirates sowie des Flörsheimer Bauausschusses mit Protestplakaten vor die Stadthalle. (Foto: Hans Nietner)

Flörsheim. 

Ausführlich und heftig wird seit einigen Jahren über die Verringerung der Verkehrsbelastung im Stadtteil Weilbach diskutiert. Seitdem jeweils eine – wenn auch äußerst knappe – Mehrheit bei zwei Bürgerentscheiden (zuletzt im Jahr 2011) gegen eine großangelegte Umgehungsstraße stimmte, fordern viele Weilbacher energisch eine Alternative. Die Stadtverordneten haben sich fraktionsübergreifend für den Bau einer sogenannten kleinen Umgehung Weilbach ausgesprochen. In dieser Woche lag nun erstmals ein fertiger Entwurf für einen Teilabschnitt der kleinen Umgehung vor. Durch den ersten Bauabschnitt wird die Frankfurter Straße mit der Raunheimer Straße verbunden. Die Umgehung soll kurz vor der Ortseinfahrt im Norden an die Frankfurter Straße angebunden werden. Dort, wo die Landstraße L 33 66 aus Richtung Hofheim auf die Frankfurter Straße trifft, ist eine Kreuzung mit Ampelschaltung geplant. Die Ortsumfahrung zweigt in Richtung Südosten ab. Der erste Teilabschnitt endet östlich der Industriestraße mit einer weiteren Ampelkreuzung auf der Raunheimer Straße. Von dort soll das Projekt später in einer weiteren Bauphase bis zur Rüsselsheimer Straße weitergeführt werden.

Elf Meter Straßenbreite

Laut Projektleiter Roland Vornberger, bringt aber bereits die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts eine erhebliche Verkehrsentlastung: Der Experte sprach von einer Verminderung des Durchgangsverkehrs um 20 Prozent auf der Frankfurter Straße und um 74 Prozent auf der Raunheimer Straße. Weiterlesen

Die kleine Lösung kommt einen entscheidenden Schritt voran

Flörsheim. 

Der Bebauungsplan, der gestern Abend in einer gemeinsamen Sitzung des Flörsheimer Bauausschusses und des Weilbacher Ortsbeirats vorgestellt wurde, betrifft einen schmalen Streifen im Nordosten von Weilbach. Es handelt sich um die Planung für den ersten Teilabschnitt der „kleinen Umgehung“ Weilbach. Die Umgehungsstraße soll sich vom Ortseingang aus Richtung Hofheim bis zur Raunheimer Straße im Südosten des Stadtteils ziehen. Das Planungsbüro Obermeyer stellte den Gemeindevertretern und den Bürgern einen Entwurf vor. Weiterlesen

Unmut in Flörsheim: Warten auf Kleine Umgehung

FLÖRSHEIM

Schon vor der Stadthalle hatten sich „Wutbürger“ mit Plakaten positioniert und ließen ahnen, welche Stimmung im Saal herrschen wird, wenn es um das Thema Umgehung Weilbach geht. Bevor sie zu Wort kamen, mussten sie sich allerdings mehr oder weniger geduldig die Schilderungen anhören, die das Planungsbüro Obermeyer zu den ersten und zweiten Bauabschnitten ausgearbeitet hatte und was der Ortsbeirat Weilbach und der Ausschuss für Bau-, Verkehrs- und Umweltfragen dazu zu sagen hatte.

Vor und in der Stadthalle wurde Unmut kundgetan, wie lange die Weilbacher noch auf ihre Kleine Umgehung warten müssen. Foto: Elke Flogaus

Vor und in der Stadthalle wurde Unmut kundgetan, wie lange die Weilbacher noch auf ihre Kleine Umgehung warten müssen. Foto: Elke Flogaus

Sehr ausführlich und anschaulich stellte zunächst Projektleiter Roland Vornberger dar, wie der erste Bauabschnitt zwischen Hofheimer- und Raunheimer Straße aussehen könnte, nachdem Baugutachten eingeholt und Kontakte zu verschiedenen Entscheidungsgremien, wie Untere Naturschutzbehörde und Landwirtschaft aufgenommen, Verkehrszahlen analysiert und Entlastungsfaktoren ermittelt wurden.
Nachdem sich die Nordostumgehung im Vergleich zur Westumgehung als kostengünstiger und effektiver erwies, wurde die Trasse des ersten Bauabschnitts geplant mit einer Breite von elf Metern auf einer Länge von drei Kilometern, mit zwei Lösungsvarianten zur Anbindung an die Hofheimer Straße, Kreuzung an der Frankfurter Straße und Zugang zum Sportgelände, mit einer Überführung an der Schillerstraße, einer Fußgängerbrücke zum Haus des Dichters und schließlich der Einmündung in die Raunheimer Straße. Weiterlesen