Zu hohe Auflagen? „Weilbach wehrt sich“ sagt geplante Demonstration ab

15.03.2013 – WEILBACH

Von Peter Kämmerer

Der Verkehr in Weilbach staut sich nicht nur während der Stoßzeiten. Dagegen macht „Weilbach wehrt sich“ seit langem mobil. Eine für heute geplante Demonstration zur Hautpverkehrszeit hat die Bürgerinitiative allerdings abgesagt.

Der Verkehr in Weilbach staut sich nicht nur während der Stoßzeiten. Dagegen macht „Weilbach wehrt sich“ seit langem mobil. Eine für heute geplante Demonstration zur Hautpverkehrszeit hat die Bürgerinitiative allerdings abgesagt.
Archivfoto: Andrea Möllendick

Weilbach und der Verkehr – das bleibt eine unendliche Geschichte, die nun um eine Variante reicher ist: Weil sich die Initiative „Weilbach wehrt sich“ (WWS) von Auflagen aus dem städtischen Ordnungsamt in „inakzeptabler Weise“ gegängelt fühlt, hat die Bürgerinitiative die ursprünglich für den heutigen Freitag geplante Demonstration abgesagt.

Ursprünglich hatte „Weilbach wehrt sich“ für heute 16 Uhr zur Demonstration auf der Kreuzung Rüsselsheimer / Schulstraße aufgerufen.   Die ist seit einiger Zeit ein ganz besonders neuralgischer Punkt im vom Verkehr arg gebeutelten Weilbach. Wegen einer Baustelle im Ortsgebiet quälen sich seit Wochen die aus Eddersheim kommenden Autos – auch der Schwerlastverkehr – durch die Schulstraße und somit an der Grundschule vorbei.

Nur „Bordsteindemo“

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Extra: Protestzug wäre auch „Sicherheitsrisiko“ für die Anwohner

Michael Antenbrink

Michael Antenbrink

Die Demonstration war von 16 bis 18 Uhr auf „der Kreuzung Rüsselsheimer-/Schulstraße“ vorgesehen, wie die Initiative mitteilt. Also mitten im Berufsverkehr, der zurzeit wegen der Sperrung der Raunheimer Straße von der Umleitungsstrecke über die Schulstraße, Rüsselsheimer und Frankfurter Straße beeinträchtigt ist. Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) erklärte unserer Zeitung auf Anfrage, dass es aufgrund der derzeitigen Verkehrssituation im Bereich der Einmündung der Rüsselsheimer- und Schulstraße nicht möglich sei, einen sicheren Ablauf zu gewährleisten. Zudem gebe es ein Problem mit den Autos und Lastwagen, die während der Demo auf der Umleitungsroute unterwegs seien. Es bestünde dann nämlich die Gefahr, dass die Fahrzeuge sich auf den üblichen Schleichwegen durch die Nebenstraßen schlängeln würden. Dies würde für die Anwohner in diesen Straßen ein „Sicherheitsrisiko“ darstellen – vor allem auch deshalb, weil viele Lastwagen die Umleitungsstrecke nutzten. Zudem müssten für einen Demonstrationszug auf der Schulstraße sowohl städtische Ordnungsamtsmitarbeiter als auch Polizeibeamte und Ordner des Veranstalters eingesetzt werden. Wenn die Polizei aber ihre Kräfte von der Demo abziehen müsste, weil sie für einen wichtigen Einsatz- wie zum Beispiel bei einem Banküberfall – benötigt würde, so könne auch nicht mehr die Sicherheit des Demonstrationszuges gewährleistet werden.

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Bordstein-Demo? Nein, danke!

Initiative wollte ihre Bedenken vortragen, dass die „kleine Ortsumfahrung“ vielleicht bald in Vergessenheit gerät

Weil das Ordnungsamt der Stadt Flörsheim nur eine „Bordstein-Demo“ genehmigt hätte, hat der Verein „Weilbach wehrt sich“ den für den heutigen Freitag angekündigten Protestzug abgesagt. Auch die Polizei habe es abgelehnt, die Kundgebung abzusichern.

Weilbach. Der Verein hatte geplant, mit einem Demonstrationszug die

Mit diesen Ansteckern warb einst die BI-Pro für die große Umgehungsstraße. Fotos: Nietner

Mit diesen Ansteckern warb einst die BI-Pro für die große Umgehungsstraße. Fotos: Nietner

Schulstraße entlang zum Weilbach zu marschieren. Doch wegen der Einschränkung vonseiten des Ordnungsamtes (siehe „Extra“) sowie der Absage der Polizei sei dies unmöglich. „Da diese Auflagen dem Nachdruck der Demonstration widersprechen würden – die Demonstrationen gegen Fraport finden ja auch am Flughafen und nicht in der Stadthalle statt- wurde die Demonstration abgesagt“, erläutert der Zweite Vorsitzende des Vereins „Weilbach wehrt sich“, Werner Siebel.

Der Verein, der sich für die schnellstmöglichste Realisierung der „kleinen Ortsumfahrung“ engagiert, möchte auf keinen Fall auf Konfrontationskurs gehen. „Wir haben nur Angst, dass es erneut zu Verzögerungen kommt“, beteuert Werner Siebel. Der Grund für diese Befürchtung ist der Beschluss der Stadtverordneten vom 7. März, die Aufnahme der geplanten kleinen Ortsumfahrung in den Bundesfernstraßenbedarfsplan zu beantragen. Würde der Antrag beim Bundesverkehrsministerium in Berlin angenommen, so würde dies gleichzeitig bedeuten, dass der Bund die Umfahrung finanziert. Wird der Antrag abgelehnt, so muss die Stadt Flörsheim wahrscheinlich den Bau der Straße alleine bezahlen.

Planungen gehen weiter

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Demonstration abgesagt

„Weilbach wehrt sich“ muss die Demonstration am 15.03.2013 leider absagen, weil uns von Seiten des Ordnungsamtes der Stadt Flörsheim folgende, für uns inakzeptable und unverhältnismäßige Auflagen gemacht wurden: 

  1. Die Demonstration sollte auf der Kreuzung Rüsselsheimer / Schulstraße durchgeführt werden um deutlich auf unser Anliegen hinzuweisen.
    1. Das Ordnungsamt gestattete nur eine „Bordsteindemo“, d.h. die Straße hätte durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht betreten werden dürfen.
    2. Zudem wären keine Sicherungsmaßnahmen von Seiten der Stadt Flörsheim am Main erfolgt. 
  2. Ein Demonstrationszug sollte von der Kreuzung Rüsselsheimer / Schulstraße gegen Ende der Demonstration zum Bach marschieren.
    1. Hierfür wurden ebenfalls keine definitiven Sicherungsmaßnahmen von Seiten der Stadt Flörsheim am Main zugesagt.

Diese Auflagen würden dem Nachdruck, sowie dem Sinn und Zweck der Demonstration widersprechen.

(Die Demonstration gegen Fraport findet ja auch am Flughafen und nicht in der Stadthalle statt).

Aus den vorgenannten Gründen müssen wir die Demonstration leider absagen, da wir die Sicherheit nicht hätten gewährleisten können. Wir bitten um Ihr Verständnis. Vielen Dank.

Hierauf wollten wir Ihr Augenmerk richten:

  1. Gefährdung der Schulkinder durch die derzeitige Umleitung durch die Schulstraße. Warum nicht in den Ferien?
  2. Ausweichverkehr über Schul- und Erlenstraße und die Straße am Alten Bach zu Spitzenverkehrszeiten an ganz normalen Tagen gemäß unserer Zählungen.
  3. LKW-Verkehr bei Tag und Nacht durch Weilbach.
  4. Briefe an den Bundes- und den hessischen Verkehrsminister zur Entlastung Weilbachs vom LKW-Verkehr.
  5. Fragen zu aktuellen Entscheidungen des Stadtparlaments über die Aufnahme der Weilbacher

Umgehung in den Bundesverkehrswegeplan 2015:

  • Was bedeutet das konkret für die Planung?
  • Wird es weitere Verzögerungen geben?
  • Was geschieht wann, wenn die Umgehung nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird und welche Konsequenzen hat das voraussichtlich für Weilbach?
  • Wird der 1. Bauabschnitt zwischen der Raunheimer und der Frankfurter Straße bis 2015 realisiert, wie bisher in Aussicht gestellt?
  • Warum hat sich die Stadtverordnetenversammlung am 7.3.2013 nicht eingehend mit diesen Fragen beschäftigt?
  • Welche Prioritätsstufe hat die Weilbacher Umgehung im Vergleich zu anderen Flörsheimer Projekten?

Wir erkennen den Willen der Stadt an, mit der Umgehung voranzukommen. Mit unserer Demonstration wollten wir nichts anderes als Unterstützung geben für das Ziel, von dem alle Flörsheimer Parteien sagen, es sei ihnen wichtig. Was wir fordern, sind klare Ansagen und dass es nicht nur bei Worten bleibt. Weilbach hat schon zu lange gewartet und gelitten.

Einladung zur Demonstration

Liebe Weilbacher Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 am

Freitag, den 15.03.2013 ab 16:00 Uhr

findet eine Demonstration auf der Rüsselsheimer Straße, Ecke Schulstraße statt. Zu dieser Demonstration möchten wir Sie und Ihre Familie recht herzlich zur Teilnahme einladen.

Der Versammlungsgrund von „Weilbach wehrt sich“ ist:

  • Die erneute unnötige Gefährdung der Schulkinder sowie die Umgehungsstraße in Weilbach

Wir möchten ein Signal nach Flörsheim senden, dass die Vorgehensweise bezüglich der Verkehrsführung und der damit verbundenen Gefährdung der Schulkinder  und das langsame voranschreiten der Umgehungsstraße Weilbach nicht länger akzeptabel sind! 

Kommen Sie zur Versammlung!

Vorfahrt missachtet

11.03.2013 – WEILBACH

(red). Eine leicht verletzte Person gab es am Samstag um 18.10 Uhr bei einem Verkehrsunfall in der Hofheimer Straße. Nach bisherigen Erkenntnissen missachtete ein 60-jähriger Bad Sodener, der aus Richtung Marxheim kam, an der Auffahrt zur A66 in Richtung Frankfurt beim Linksabbiegen die Vorfahrt eines entgegenkommenden 30-jährigen Fahrers aus Wiesbaden. Dieser erlitt beim Zusammenstoß leichte Verletzungen und wurde zu weiteren Untersuchungen in ein Wiesbadener Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden wird mit 15 000 Euro beziffert.

Quelle: (Main-Spitze) zum Artikel

Polizei findet Koks-Päckchen

Weilbach. Da hatten die Beamten nachweislich genau den richtigen Riecher. Polizisten kontrollierten am Donnerstag gegen 21 Uhr auf einer Tank- und Rastanlage auf der Bundesautobahn A 66 in Fahrtrichtung Wiesbaden die Insassen eines Mercedes C 220. Dabei wurde ein hinter dem Tankdeckel des Fahrzeuges verstecktes Päckchen mit 20,6 Gramm Kokain gefunden. Das Rauschgift wurde sichergestellt. Die drei Fahrzeuginsassen, allesamt in Frankfurt gemeldete Männer im Alter zwischen 26 und 32 Jahren, konnten keine Angaben zur Herkunft des Rauschmittels machen. Während die beiden Mitfahrer nach der Feststellung ihrer Personalien wieder entlassen wurden, wartete auf den 26 Jahre alten Fahrer noch eine Vernehmung durch die Polizeibeamten. Dabei beschuldigte der Frankfurter einen Unbekannten, das Koks-Päckchen im Tankdeckel verstaut zu haben und verhielt sich insgesamt äußerst unkooperativ den Beamten gegenüber, berichtet die Polizei. Nach Durchführung der routinemäßigen polizeilichen Maßnahmen wurde auch der 26-Jährige wieder entlassen. Die Ermittlungen in dieser Sache dauern aber noch an, teilt die Polizei mit. (hk)

Quelle: (Höchster Kreisblatt) zum Artikel

Raunheimer Straße gesperrt

07.03.2013 – FLÖRSHEIM

(red). Von Montag, 11. März, bis voraussichtlich Mittwoch, 20. März, wird die Raunheimer Straße im Bereich der Einmündung der Straße Am Schlag für den Verkehr voll gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Frankfurter Straße – Rüsselsheimer Straße – Schulstraße. In der Rüsselsheimer Straße wird im Bereich der Einmündung der Schulstraße für die Zeit der Umleitung eine Ampelanlage installiert.

Die Sperrung ist erforderlich, weil im Zuge der Sanierung der Straße Am Schlag auch die Anbindung des Kanals an den Sammler in der Raunheimer Straße erneuert werden muss.

Quelle: (Main-Spitze) zum Artikel

Raunheimer Straße gesperrt

Weilbach. Das wird erneut für Staus sorgen: Von Montag, 11. März, bis voraussichtlich Mittwoch, 20. März, wird die Raunheimer Straße an der Einmündung der Straße „Am Schlag“ für den Verkehr voll gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Frankfurter Straße – Rüsselsheimer Straße – Schulstraße. In der Rüsselsheimer Straße wird im Bereich der Einmündung der Schulstraße für die Zeit der Umleitung eine Ampel installiert. „Die Sperrung ist erforderlich, weil im Zuge der Sanierung der Straße Am Schlag auch die Anbindung des Kanals an den Sammler in der Raunheimer Straße erneuert werden muss“, teilte gestern die Stadtverwaltung mit. (hk)

Quelle: (Höchster Kreisblatt) zum Artikel

„Opa Heinz“ macht Platz für Jüngere

02.03.2013 – WEILBACH

Von Elke Flogaus

RÜCKTRITT CDU-Kommunalpolitiker Lauck legt das Ortsvorsteher-Amt nieder / Im Stadtparlament aber weiter engagiert / Mehr Zeit für die Enkel

Das Kapitel Ortsvorsteher hat Heinz Lauck am 1. März zugeschlagen. Allen anderen ehrenamtlichen Ämtern in der Kommunalpolitik bleibt er treu.

Das Kapitel Ortsvorsteher hat Heinz Lauck am 1. März zugeschlagen. Allen anderen ehrenamtlichen Ämtern in der Kommunalpolitik bleibt er treu.
Foto: Elke Flogaus

„Nein, drei Kreuze mache ich nicht, nur eines“, erklärte Heinz Lauck, der zum 1. März zwar sein Amt als Weilbacher Ortsvorsteher niedergelegt hat, aber der Kommunalpolitik und der CDU als Stadtverordneter, stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher, Kommissionsmitglied im Eigenbetrieb Stadthallen und als Terra-Aufsichtsrat erhalten bleibt.

Seinen Rücktritt hatte Lauck bereits in der Ortsbeiratssitzung am 18. Februar begründet. Mit 65 Jahren wolle er jetzt Jüngeren Platz machen und selbst auch mehr Zeit für Familie und Freunde haben. Im Gespräch mit der „Main-Spitze“ wies er besonders auf seine drei zweijährigen Enkelsöhne und die fünfjährige Enkeltochter hin, von denen er nie hören wolle, dass „Opa Heinz nie Zeit für sie hatte“. Außerdem sei das Amt als Ortsvorsteher mit vielen repräsentativen, wenn auch schönen Aufgaben verbunden gewesen, die ihm aber besonders an den Wochenenden keine Zeit für Unternehmungen mit Freunden ließen.

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