Anschlussstellen werden geprüft

Flörsheim. Der Magistrat der Stadt Flörsheim hat, wie das Kreisblatt bereits gestern berichtete, die Vergabe einer Verkehrsuntersuchung an das Karlsruher Ingenieurbüro PTV Planung Transport Verkehr AG beschlossen. Das Planungsbüro soll zur Vorbereitung der „kleinen Umgehung Weilbach“ die verkehrlichen Auswirkungen verschiedener Planungsfälle untersuchen. Dabei stehen die Auswirkungen der beiden geplanten Bauabschnitte für die kleine Umgehung zwischen der L 3265 (Frankfurter Straße) und der B 519 (Rüsselsheimer Straße) in Weilbach im Vordergrund. Abgerundet wird die Verkehrsuntersuchung durch eine Betrachtung, in wie weit sich eine neue Autobahnanschlussstelle an der B 40 zwischen Weilbach und Wicker oder an der B 519 zwischen Flörsheim und Weilbach auswirkt. Für die Verkehrsuntersuchung wird mit Kosten in Höhe von 15 000 Euro gerechnet. Auch die weiteren Verfahrensschritte sind auf den Weg gebracht. So soll schnellstmöglich nach Genehmigung des städtischen Haushalts durch den Landrat des Main-Taunus-Kreises auch ein Planungsauftrag für die erforderliche Genehmigungsplanung des ersten und zweiten Abschnitts der kleinen Umgehung Weilbach an ein qualifiziertes Planungsbüro vergeben werden. (hk)

Quelle: (Höchster Kreisblatt) zum Artikel

Verkehrskommission Flörsheim: Kaum Chancen für Lkw-Fahrverbote

28.03.2012 – FLÖRSHEIM

Von Elke Flogaus

Von besonderem Interesse bei der vierten Sitzung der Verkehrskommission war der Bericht von Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) zum aktuellen Stand der Planungen für die kleine Umgehung Weilbach, den sich auch zahlreiche Zuhörer auf den Besucherplätzen nicht entgehen ließen. So hat der Magistrat das Karlsruher Ingenieurbüro PTV Planung Transport Verkehrsuntersuchung mit der Überprüfung von sechs Planungsfällen beauftragt (siehe Bericht auf dieser Seite).

Flörsheim profitiert vom Ausbau der A 66

Bei der Bundesverkehrszählung 2010 zeigten Ergebnisse, dass sich der Ausbau der A 66 beim Verkehr im Stadtgebiet Flörsheim positiv bemerkbar gemacht habe, ebenso wie die Sperrung für den Schwerlastverkehr, der alle Lkw ab 3,5 Tonnen betreffe. Dennoch plädierte Peter Kluin (Galf) erneut für Hinweisschilder schon auf der Autobahn, aber auch im Stadtgebiet.

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Diskussion in der Flörsheimer Verkehrskommission

28.03.2012 – FLÖRSHEIM

(red). Der Flörsheimer Magistrat hat die Vergabe einer Verkehrsuntersuchung an das Karlsruher Ingenieurbüro PTV Planung Transport Verkehr AG beschlossen. Das Planungsbüro soll zur Vorbereitung der „kleinen Umgehung Weilbach“ die verkehrlichen Auswirkungen verschiedener Planungsfälle untersuchen. Die Ergebnisse dienen auch als Begründung der geplanten Baumaßnahme im Rahmen des durchzuführenden Genehmigungsverfahrens.

Im Vordergrund stehen dabei natürlich die verkehrlichen Auswirkungen der beiden geplanten Bauabschnitte für die kleine Umgehung zwischen der L 3265 (Frankfurter Straße) und der B 519 (Rüsselsheimer Straße) in Weilbach. „Bevor mit der Detailplanung begonnen wird, muss geklärt werden, welche Verkehrsentlastung in der Ortsdurchfahrt von Weilbach durch die beiden Bauabschnitte der kleinen Umgehung erreicht werden kann“, erläutert Flörsheims Bürgermeister Michael Antenbrink den eigentlichen Grund für den Planungsauftrag, der Voraussetzung für alle weiteren planerischen Überlegungen ist.

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Beim Verkehr ist alles verkehrt

Mitglieder der Verkehrskommission diskutieren über innerstädtischen Ring mit Durchstich an der Kapellenstraße

Eine Lösung, die Belastungen durch den Durchgangsverkehr in der Bürgermeister-Lauck-Straße zu verringern, gibt es nicht.

Von Sascha Kröner

Flörsheim. Wohin mit dem Verkehr? Die starke Belastung der Hauptstraßen und die Lkw-Fahrten zu den Industriegebieten versetzen manchen Flörsheimer in Rage. Längst wird das Thema ähnlich oft in der Öffentlichkeit diskutiert, wie der Fluglärm. Die politischen Meinungen über den Straßenverkehr liegen allerdings deutlich weniger auf einer Linie als die Argumente gegen die Landebahn Nordwest am Frankfurter Flughafen. In der Verkehrskommission wurde über den befürchteten „Verkehrskollaps“ und verschiedene Lösungsansätze diskutiert.

Vertreter der Bürgerinitiative, die eine große Umgehungsstraße auf den Bundesstraßen B 40 und B 519 befürwortete, hatten sich mit Anträgen an die Kommission gewandt. Die BI-Pro sorgte sich vor allem um das Verkehrsaufkommen in der Bürgermeister-Lauck-Straße. Die große Zahl der Fahrzeuge während der Hauptverkehrszeiten sei ein Gefahrenpotenzial. Als Lösung schlug die Bürgerinitiative eine Verlängerung der Kapellenstraße bis zur Wickerer Straße vor, um eine Umfahrung der Bürgermeister-Lauck-Straße zu ermöglichen. Unterstützung erhielten die BI-Pro-Mitglieder von Norbert Hegmann (CDU). Ginge es nach dem ehemaligen Ersten Stadtrat, sollte die Stadt bereits über den Kauf von Grundstücken nachdenken, um sich diese Option offen zu halten. Galf-Vertreter Peter Kluin wies eine Verbindungsstraße mit dem Verweis auf die Verkehrssituation in Wicker und Weilbach zurück. Durch die alternative Route öffne man Autofahrern, eine neue Tür, um noch schneller durch die beiden Stadtteile zu fahren. Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) monierte die praktische Umsetzung der Lösung. Es sei zweifelhaft, ob sich eine Straße durchsetzen lasse, die noch näher an der Wohnbebauung liege als die im Bürgerentscheid abgelehnte Trasse der großen Umgehungsstraße, argumentierte der Rathauschef. Er räumte ein, dass die Bürgermeister-Lauck-Straße in den nächsten Jahren Probleme schaffen werde. Über eine Grunderneuerung der Straße müsse nachgedacht werden.

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Brisante Themen in der Verkehrskommission

Flörsheim. Vor der heutigen Sitzung der Verkehrskommission verkündete Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) auf der jüngsten Stadtverordnetenversammlung eine gute Nachricht. Um die für die geplante kleine Ortsumfahrung vorgesehene planfestgestellte Trasse der bisherigen „großen Lösung“ nutzen zu können, wurde beim hessischen Verkehrsministerium eigens ein Antrag gestellt. Mit anderen Worten: Stimmt das Ministerium zu, so können die Pläne für den Bau der als Stadtstraße geplanten kleinen Ortsumfahrung genutzt werden. Gespannt können zudem die Besucher auf das Treffen der Verkehrskommission sein. Die öffentliche Sitzung beginnt heute Abend um 19 Uhr in der Stadthalle, Kapellenstraße 1. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte:

1. Verkehrsuntersuchung für die kleine Umfahrung Weilbach, Bericht;

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Tempo 30 auf allen Straßen?

Verkehrskommission beschäftigt sich erneut mit dem Thema Geschwindigkeitsbeschränkung

Auch ein nächtliches Fahrverbot steht auf der Tagesordnung der Sitzung am Montag, 26. März, 19 Uhr, in der Stadthalle.

Flörsheim. Es ist nicht zum ersten Mal, dass die Grüne Alternativen Liste Flörsheim (Galf) fordert, auf den Durchfahrtsstraßen im gesamten Stadtgebiet als Höchstgeschwindigkeit Tempo 30 vorzuschreiben. Die Galf-Fraktion erhofft sich dadurch nicht nur eine Beruhigung des Durchgangverkehrs. Auch der Umstand, dass damit der Fahrzeugverkehr künstlich verlangsamt wird, soll die Zahl der Autos und Lkw verringern, die durch Weilbach, Wicker und Flörsheim fahren.

Allerdings gibt es ein Problem: Da die Durchgangsstraßen im Stadtgebiet entweder Bundes- oder Landesstraßen sind, liegt die Entscheidung das Tempolimit in den Händen von übergeordneten Behörden. Und diese hatten bisher immer das Ansinnen der Flörsheimer abgelehnt.

Steter Tropfen . . . 

Doch die Galf ist sich sicher, dass ein steter Tropfen den Stein auf Dauer aushöhlen kann. Mit anderen Worten: Beharrlich soll weiterhin daran gearbeitet werden, dass von den Straßenverkehrsbehörden für die Durchfahrtsstraßen eine Tempobeschränkung angeordnet sowie ein nächtliches Lkw-Fahrverbot angeordnet wird.

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Die zerstrittene Stadt

 Allmählich geht es in Flörsheim zu wie in Absurdistan – Verkehrslärm ist die Ursache dafür

Die per Bürgerentscheid abgelehnte Umgehungsstraße B 519 (neu) sowie der Fluglärm spalten die Bevölkerung. Eine Zustandsbeschreibung.

Von Niklaus Mehrfeld

Flörsheim.Wann alles begonnen hat, weiß niemand so recht. Die Zerwürfnisse

Die auf der neuen Nordwest-Bahn landenden Flugzeuge sorgen für Fluglärm in der Mainstadt und den Wegzug von Familien.

Die auf der neuen Nordwest-Bahn landenden Flugzeuge sorgen für Fluglärm in der Mainstadt und den Wegzug von Familien.

und die heftigen Diskussionen innerhalb von Familien, die sie beim Thema Umgehungsstraße entzweien. Beim zweiten Reizthema ist der Beginn der Auseinandersetzungen wenigstens eingrenzbar, auch wenn das kein Trost ist. Es war Ende Oktober: Gottesdienstbesucher verlassen weinend die Kirchen; Menschen stehen vor ihren Haustüren, schauen in den Himmel und beobachten die Flugzeuge, die in kurzen Abständen in niedriger Höhe anfliegen.

„Das ist unwürdig“

Auf dem neuen Friedhof vibriert das Wasser in den Gießkannen, wenn die Jets ihren Weg zur Nordwest-Landebahn einschlagen. Die Pfarrer unterbrechen ihre Traueransprachen und Gebete, um auf eine Flugpause zu warten. „Das ist unwürdig“, presst einer der Trauernden wütend hervor. An einer Stelle, die nur wenige hundert Meter Luftlinie entfernt liegt, verfolgen Kinder die Maschinen, die 250, 260 Meter hoch über das Gelände ihres Kindergartens fliegen. Das ist so nah, dass die Reifen der Flugzeugfahrwerke deutlich zu sehen sind. Eine Stadt steht unter Schock. Dabei war die Bundeskanzlerin am 21. Oktober, dem Eröffnungstag der Nordwest-Landebahn auf dem Frankfurter Flughafen, fast geräuschlos über Flörsheim auf die Bahn zum Landen geschwebt. „Der Pilot hat die Triebwerke abgestellt“, vermuten damals Demonstranten, die dem „Happy Landing“ der Fraport AG ein trotziges „Dirty Landing“ entgegensetzen. Ein großes Polizei-Aufgebot „bewacht“ die Demonstration. „Auswärtige Beobachter könnten den Eindruck gewinnen, hier soll das Aufstellen einer Flak-Batterie verhindert werden“, meint ein Protestler ironisch. Einige Wochen später sind es Luftballons, um die sich die Polizei kümmern muss. Die Flörsheim Kolonnaden feiern ein Fest, es steigen – mit Erlaubnis der Behörden – bunte Ballons in den Himmel. Das passt den Piloten nicht, die just an diesem Tag im Anflug auf die Nordwest-Bahn sind. Die Polizei rückt an und lässt per Anweisung an das verdutzte Center-Management die Luftballon-Aktion unterbinden. Dann geht es Schlag auf Schlag. Der Widerstand im bürgerlichen Lager formiert sich. Vor allem die jungen Mütter wollen sich nicht mit Politiker-Sprüchen abspeisen lassen. Über Facebook und Twitter werden Aktionen abgesprochen. Ungewöhnlich lange herrscht Ostwetterlage und Ostwind, die Voraussetzung für Landungen auf der neuen Bahn sind. Die ersten Ergüsse in Form von ölhaltigen Substanzen fallen auf ein Hausdach im Baugebiet Nord. Die Fraport zahlt die Reinigung, ohne viel Aufhebens zu machen. Dann tritt die erste Wirbelschleppe auf, die Dachziegel auf den Gehweg krachen lässt. Die Fraport ist erneut zur Stelle und zahlt die Reparatur.

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