Initiative „Weilbach wehrt sich“ gegen Mehler

06.01.2012 – WEILBACH

(red). Gegen Vorhaltungen des scheidenden SPD-Fraktionschefs, Gerd Mehler, wandte sich jetzt in einer Pressemitteilung die Initiative „Weilbach wehrt sich“. Mehler kritisiere ihre parteipolitische Ausrichtung. Doch wenn sich die CDU gegen einen Ausbau der Kreuzung von Rüsselsheimer, Frankfurter und Mainzer Straße ausspreche, die Problematik so sehe wie die Intitiative, zögere diese nicht, auf die Gemeinsamkeit hinzuweisen. Daraus parteipolitische Ausrichtung zu folgern, entbehre aber jeder Grundlage, schreibt die Initiative. „Wenn sich die anderen Parteien für unsere Belange einsetzen, werden wir das ebenso positiv aufnehmen.“

Wie Mehler sei die Initiative für sachliche Diskussion mit allen Seiten. „Gerade deshalb können einige Aussagen Mehlers nicht unkommentiert bleiben.“ Weilbach durch den Bau einer Ampel an jener Kreuzung sicherer zu machen, sei wünschenswert. „Frühere Forderungen anderer Bürger danach wurden seitens der Behörden immer zurückgewiesen, der Verkehr müsse fließen.“ Auch das angebliche Geheimnis von „Weilbach wehrt sich“ könne gelüftet werden. Eine Zunahme des Lkw-Verkehrs entstehe spätestens dann, wenn der angekündigte Erweiterungsbau von Transthermos in Betrieb sei. „Außerdem: Dass gut fließender Verkehr mehr Autos anzieht, war eines der Argumente der Galf gegen die große Umgehungsstraße.“

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Bebauungsplan für kleine Umgehung beschlossen

Das könnte der Anfang für eine komplette Umfahrung von Weilbach sein

Durch die Umfahrung des Ortskernes soll der Schwerlastverkehr von und zu dem Gewerbegebiet Industriestraße ferngehalten werden.

Flörsheim.Trotz des Riesenärgers bei manchen Weilbachern über den geplanten

Der Verkehr aus der Industriestraße soll nicht mehr durch den Ort brummen, so der Wunsch vieler Weilbacher. Foto: Nietner

Der Verkehr aus der Industriestraße soll nicht mehr durch den Ort brummen, so der Wunsch vieler Weilbacher. Foto: Nietner

Umbau der Einmündung Rüsselsheimer- und Mainzer Straße ist es ein gutes Jahr 2011 für die Bewohner des Stadtteils gewesen. Warum? Weil die Stadtverordneten auf ihrer letzten Sitzung im Dezember 2011 einmütig den Bebauungsplan für die „kleine Umgehung Weilbach“ beschlossen haben.

Zwar kann damit „nur“ der erste Abschnitt der Umgehungsstraßenlösung in Angriff genommen werden. Doch das könnte der Anfang für eine komplette Umfahrung des Stadtteils bedeuten. Da sind zwei kleine Schritte nacheinander wohl besser als ein verhinderter Schritt, wie durch die beiden Bürgerentscheide gegen die Umgehungsstraßen B 40 (neu)/ B 519 (neu) geschehen. Deshalb bedurfte es unter den Stadtverordneten auch keiner erneuten Diskussion über die „kleine Umgehung Weilbach“.

Laut dem beschlossenen Bebauungsplan soll damit eine Verbindungsstraße für Weilbach, zwischen der Frankfurter Straße (L 32 65) sowie der Raunheimer Straße (L 3366) im Osten des Stadtteils, errichtet werden. In der Begründung der Vorlage für den Beschluss heißt es wörtlich: „Durch den diesjährigen Bürgerentscheid ist von den Flörsheimer Bürgerinnen und Bürgern die Umgehungsstraße B 40/B 519 von Flörsheim bis Weilbach abgelehnt worden. Als Ergebnis der Beratungen des Ortsbeirates für den Ortsbezirk Flörsheim-Weilbach und der Verkehrskommission steht die Umsetzung der sogenannten ,kleinen Umgehung’ von der Landesstraße 3366 (Raunheimer Straße) zur L 3265 (Frankfurter Straße) im Stadtteil Weilbach. Insbesondere soll durch die Umfahrung des Weilbacher Ortskernes der Schwerlastverkehr von und zum Gewerbegebiet Industriestraße ferngehalten werden.“

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